|
Der Begriff "Spielgruppe" wird sehr unterschiedlich benutzt. Worum es uns hier geht, ist die Frage, ob parallel zu Ganztagsbetreuungsangeboten für Kleinkinder von 0-3 Jahren nicht auch in Brandenburg ein Bedarf besteht, andere, weniger verbindliche Formen der Kinderbetreuung für die Kleinsten zu haben.
In vielen Kitas im ländlichen Raum bestehen "Krabbelgruppen", in denen Eltern mit ihren Kleinkindern regelmäßig, z.B. einmal wöchentlich, zusammenkommen und, betreut von einer Erzieherin der Kita, einen Erfahrungsaustausch pflegen.
Viele Kitas "ziehen sich so ihren Nachwuchs heran".
Ein anderes Modell sind Spielgruppen als Alternative zur Krippe. Im folgenden ein Beitrag dazu:
Warum Spielgruppen?
- Eltern wünschen sich pädagogisch begleitete Spielgruppen zur Vorbereitung auf die Kita und zur stundenweisen Entlastung
- Eltern wünschen sich Spielgruppen mit Beteiligung von Müttern, gekoppelt mit anderen Angeboten für Mütter
Der Träger befasst sich vorrangig mit der Umsetzung der pädagogisch begleiteten Spielgruppen.
Zielgruppe:
- Kinder ab dem 2. Lebensjahr, die vielleicht einen Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung haben (Eltern arbeitssuchend) und/oder auf Grund fehlender Plätze keinen Platz in einer Kita bekommen können (vorrangig werden ältere Kinder aufgenommen) und Kinder, bei denen beide Elternteile berufstätig / in Ausbildung sind.
- Kinder, deren Eltern ein solches Angebot (für eine bestimmte Zeit) bevorzugen.
Vorteile:
- entspricht der Nachfrage mancher Eltern
- erleichtert evtl. den Übergang in den Kindergarten
- schafft soziale Kontakte über das familiäre Umfeld hinaus
- ist vergleichsweise günstig
- nutzt die vorhandenen räumlichen Ressourcen der Horte am Vormittag
relative Nachteile:
- Erhöhung der Ausgaben des Leistungsverpflichteten
- größerer Abstimmungsbedarf in den durchführenden Einrichtungen
Rahmendaten:
2 x pro Woche für je 3 Stunden (Bsp. 8.00 bis 11.00 Uhr)
7 - max 10 Kinder pro Gruppe (abhängig vom Alter)
1 Stunde Vor- und Nachbereitungszeit für die Erzieherin pro Woche
Personengebundenes Angebot (wenn die Erzieherin nicht da ist (Urlaub, Krankheit) findet das Angebot nicht statt.
Es wird von 42 Wochen a' 2 Tage = 84 Tage ausgegangen.
Finanzierung:
laufende Kosten im Jahr:
1 Erzieherinnenstunde (Arbeitgeberaufwand) ca. 15 Euro
84 Tage x 3 Stunden a' 15 Euro; 3.780,-- Euro
Vorbereitungszeit 42 x 1 Std. a' 15 Euro; 630,-- Euro
Spielmaterial (pro Kind und Monat 5,-- Euro)600,-- Euro
Summe / Jahr / Gruppe 5.010,-- Euro
pro Kind / Monat = 41,75 Euro (10 Kinder) - 59,64 Euro (7 Kinder )
Elternbeitrag: 1/3 der Kosten ?
Erstausstattung:
Stapelstühle
Spiele- Bastel- Puppenkiste
Fortbildung der Mitarbeiterinnen (Eingewöhnungszeit, Spiele für kleine Kinder) etc. |